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Drohnenkennzeichen: Regeln, Kennzeichnungspflicht & eID

Wer eine Drohne nutzt, kommt am Thema Drohnenkennzeichen nicht vorbei. Die Kennzeichnung ist nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu Sicherheit und Rückverfolgbarkeit im Flugalltag.

Durch die europäischen Drohnenregeln hat sich der Fokus von der rein physischen Beschriftung hin zur digitalen Betreiber-ID (eID) verschoben – dennoch bleibt die richtige Kennzeichnung der Drohne ein praktischer Kernpunkt für alle Pilotinnen und Piloten.

Grafik von Drohne landet mit drohnen kennzeichen

Was bedeutet „Drohnenkennzeichen“?

Unter einem Drohnenkennzeichen versteht man die sichtbare Identifikation eines Drohnenbetreibers auf dem Fluggerät. Diese Kennzeichnung erfolgt heute zweistufig:

  1. Klassische Drohnen Plakette
    Eine feuerfeste, gut lesbare Plakette, die dauerhaft auf dem Gerät befestigt wird. Sie enthält in der Regel den Namen und die Betreiber-ID.
  2. EU-Betreiber-ID (eID)
    Die digitale Identität des Drohnenbetreibers, die nach der Registrierung vergeben wird. Sie dient der Zuordnung im europäischen Luftraumsystem und wird ebenfalls auf der Drohne angebracht.

Beide Elemente ergänzen sich. Für Kundinnen und Kunden von FlyingStars schafft dieses System Klarheit, Sicherheit und sorgt dafür, dass Drohnen regelkonform betrieben werden können – unabhängig von Gewicht und Einsatzzweck.

Kennzeichnungspflicht für Drohnen Kennzeichen in der Praxis

Die Drohnen Kennzeichnungspflicht betrifft nahezu alle modernen Kameradrohnen sowie viele kleinere Hobby-Modelle.

  • Für die Pflicht gilt: Für alle Betreiber, deren Drohnen über eine Kamera oder einen Sensor zur Datenaufnahme verfügen – unabhängig vom Gewicht.
  • Welche Drohnen gekennzeichnet werden müssen: Grundsätzlich alle Drohnen, die registrierungspflichtig sind. Dazu zählen:
    • Drohnen mit Kamera oder anderen Sensoren
    • Modelle über 250 g Abfluggewicht
    • Drohnen der offenen EU-Kategorie A1, A2 und A3

Gewichtsklassen & EU-Drohnenkategorien

Die EU-Drohnenverordnung unterscheidet zwischen verschiedenen Kategorien und C-Klassen. Entscheidend ist, dass die Betreiber-ID sichtbar angebracht wird – unabhängig davon, ob es sich um ein Leichtgewicht oder eine größere Kameradrohne handelt.

Platzierung des Kennzeichens:

  • gut sichtbar am Gehäuse
  • nicht auf beweglichen Teilen
  • nicht über Lüftungsschlitzen
  • dauerhaft befestigt, nicht ablösbar

Betreiber-ID / eID – so funktioniert es

Die Betreiber-ID (auch eID genannt) ist die digitale Identität des Drohnenbetreibers. Sie wird nach der Registrierung im jeweiligen EU-Mitgliedstaat vergeben. In Deutschland geschieht dies über das Portal des Luftfahrt-Bundesamts.

Wo registriert man sich?

Registrierung erfolgt online über die jeweilige nationale Luftfahrtbehörde. Nach erfolgreichem Abschluss erhält man die persönliche eID.

Was muss sichtbar auf der Drohne stehen?

  • Betreiber-ID/eID
  • optional Name oder Kontaktinformationen (sinnvoll in Notfällen)

Typische Fehler von Einsteigern bei Drohnenkennzeichen:

  • Plakette an schwer zugänglicher Stelle
  • Kennzeichen zu klein oder schlecht lesbar
  • nur in der App hinterlegt, aber nicht am Gerät
  • falsche oder veraltete eID

Arten von Drohnenkennzeichen

Für die Kennzeichnung stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Wichtig ist, dass sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen: feuerfest, abriebfest und gut lesbar.

Selbstklebende Plaketten
Dünne Metall- oder Kunststoffplaketten, die sich auf glatten Oberflächen leicht anbringen lassen.

Robuste Label
Etwas dickere, widerstandsfähige Kennzeichnungen für Drohnen, die häufig im Outdoor-Bereich genutzt werden.

Lasergravur
Besonders dauerhaft und präzise. Gravierte Plaketten eignen sich für Nutzer, die maximale Haltbarkeit wünschen.

Unabhängig von der Wahl gilt: Das Drohnenlabel muss stabil, dauerhaft sichtbar und im Ernstfall eindeutig zuordnungsfähig sein.

Was muss sichtbar auf der Drohne stehen?

  • Plakette gut sichtbar und fest auf dem Drohnengehäuse platzieren
  • niemals auf Sensoren, Kameras oder Kühlöffnungen kleben
  • witterungsbeständige Materialien bevorzugen
  • bei häufig genutztem Zubehör (z. B. Akkuhalter) optional Zusatzkennzeichnung anbringen

FAQ

Brauche ich ein Drohnenkennzeichen für Drohnen unter 250 g Abfluggewicht?

Ja – sobald eine Drohne eine Kamera oder andere Sensoren besitzt, muss sie ein Drohnenkennzeichen mit der Betreiber-ID (eID) tragen. Das gilt auch für Modelle unter 250 g, selbst für sehr kompakte Mini-Drohnen. Nur komplett spielzeugähnliche Drohnen ohne Kamera sind ausgenommen.

Ist eine e-ID für eine Drohne unter 250 g notwendig?

Ja. Sobald die Drohne Daten aufzeichnen kann, bist du als Betreiber registrierungspflichtig und erhältst eine eID. Diese eID muss anschließend als Drohnen Kennzeichen sichtbar am Gerät angebracht werden.

Was passiert mit Drohnen ohne CE-Kennzeichnung?

Drohnen ohne CE-Klasse (C0–C6) dürfen weiterhin betrieben werden, gelten jedoch als Bestandsdrohnen. Für sie gelten Übergangsregeln und teils stärkere Einschränkungen. Sie sind trotzdem registrierungspflichtig, wenn eine Kamera vorhanden ist, und benötigen ein Drohnenkennzeichen mit eID

Wo muss ich meine Drohne registrieren lassen?

Die Registrierung erfolgt immer beim nationalen Luftfahrtportal deines Wohnsitzes.
In Deutschland läuft dies über das Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Nach der Registrierung erhältst du automatisch deine persönliche eID.

Wo bekomme ich die e-ID für meine Drohne?

Die eID wird dir im Rahmen der Betreiber-Registrierung im LBA-Portal oder dem jeweiligen EU-Mitgliedstaat zugeteilt. Sie gehört dir als Betreiber – nicht einer einzelnen Drohne. Danach bringst du die eID als Drohnenkennzeichen am Fluggerät an.

Was bringt ein kleiner Drohnenführerschein?

Der „kleine Drohnenführerschein“ (A1/A3) bestätigt, dass du die Grundregeln des EU-Drohnenbetriebs kennst. Er ist notwendig, um viele Drohnen rechtssicher zu fliegen – besonders Modelle über 250 g oder Drohnen ohne CE-Klasse. Er verbessert außerdem die Sicherheit und hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden.

Wie lange dauert ein kleiner Drohnenführerschein?

Die Online-Schulung und Prüfung dauern meist 1–2 Stunden. Der Lernaufwand ist gering, und die Prüfung kann jederzeit online abgelegt werden. Nach Bestehen erhältst du das A1/A3-Zertifikat, das europaweit gültig ist.

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